CD/DVD ISO erstellen unter BSD OSX

Tuesday, 04 August 2009 10:12:12 (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Unter Windows kann man über diverse kleine Hilfsprogramme oder direkt über die Brennprogramme eine ISO Datei von einer geladenen CD/DVD erstellen. Unter UNIX Derivaten kann man dazu auch einfach einmal auf die Konsole zurückgreifen, oder wie es bei OSX heisst Terminal.

Dabei verhält sich das Terminal wie eine BASH Shell und kann teilweise mit rekompilierten BSD und Linux Befehlen umgehen. Jetzt aber zum ripping:
Das Werkzeug aus der UNIX Welt lautet kurz und knackig "dd", doch bevor man mit dd einfach eine Datei aus der CD erstellen kann, muss man noch die genau Quellpartition angeben, sonst wird zwar eine ISO Datei erzeugt, diese kann aber nicht im Betriebssystem eingehangen und verwendet werden, auch nicht zum erneuten brennen auf ein beschreibbares Medium!

ddesnl16:~ carsten$ df -h
Filesystem      Size   Used  Avail Capacity  Mounted on
/dev/disk0s2   298Gi  176Gi  122Gi    59%    /
devfs          123Ki  123Ki    0Bi   100%    /dev
fdesc          1.0Ki  1.0Ki    0Bi   100%    /dev
map -hosts       0Bi    0Bi    0Bi   100%    /net
map auto_home    0Bi    0Bi    0Bi   100%    /home
/dev/disk1s2   297Gi  176Gi  122Gi    59%    /Users/carsten
/dev/disk2s0   369Mi  369Mi    0Bi   100%    /Volumes/NB6.5.2_Win2008_
ddesnl16:~ carsten$ drutil status
 Vendor   Product           Rev
 MATSHITA DVD-R   UJ-868    KA14

           Type: CD-ROM               Name: /dev/disk2
       Sessions: 1                  Tracks: 1
   Overwritable:   00:00:00         blocks:        0 /   0.00MB /   0.00MiB
     Space Free:   00:00:00         blocks:        0 /   0.00MB /   0.00MiB
     Space Used:   42:00:08         blocks:   189008 / 387.09MB / 369.16MiB
    Writability:

ddesnl16:~ carsten$ diskutil unmountDisk /dev/disk2
Unmount of all volumes on disk2 was successful
ddesnl16:~ carsten$ dd if=/dev/disk2s0 of=./NetBackupW2k8x64.iso bs=2048 <-- Für CDs muss unbedingt noch die Partition, hier: s0 angegeben werden!
189008+0 records in
189008+0 records out
387088384 bytes transferred in 178.877453 secs (2163986 bytes/sec)
ddesnl16:~ carsten$


Hat man das ISO erstellt kann man es bequem über den Finder in das Betriebssystem als Laufwerk im Modus "nur lesen" einhängen und verwenden.
Im Gegendsatz zu den CDs benötigt man zum Rippen einer DVD keine Partitionsangabe, hier reicht die Geräteadresse, also in unserem Beispiel /dev/disk2.

Tar, Komprimieren und Archivieren auf der Kommandozeile

Monday, 13 July 2009 07:06:32 (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Dieser Artikel ist eine kleine Anleitung zum Archivierungswerkzeug “Tar”. Hier werden die “Basisfunktionen” kurz erläutert und darüber hinaus einige Kniffe und sinnvolle Anwendungsbeispiele vorgeführt. Tar ist ein Archivierungswerkzeug, das heißt man kann beliebig viele Dateien zu einer Datei, einem Archiv, zusammenfügen. Tar an sich ist kein Komprimierungstool, aber mit der “Erweiterung”/Option gzip und anderen kann man ein Archiv auch komprimieren. Den folgenden Artikel habe ich auf einem Blog im Internet gefunden und fand diesen so gut, dass ich den direkt eingebaut habe, alles was in den Beispielen für ubuntu beschrieben wurde gilt, wenn man mal über die Pfadangaben hinweg sieht uneingeschränkt für VMware ESX Server, deren SC Betriebssystem entweder RHEL 5.0 (ESX Server 4.0.0) oder RHEL 3 Update 9 (ESX Server 3.x.0)

Das Neunundneunzig Prozent Dogma

Monday, 06 July 2009 11:24:50 (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Was es bedeuten kann, wenn man als Zuverlässigkeitskoeffizient mit den magischen Zahlen wie 99,9 Prozent von Anbietern "bombardiert" wird kann man sich hier einmal noch etwas genauer durchlesen und dann bestimmen, welche Ausfallzeit für eine Plattform, Anwendung oder Dienst akzeptabel ist, oder eben gerade nicht:

99% - Die Anwendung ist 3 Tage, 15 Stunden, 36 Minuten nicht verfügbar
99.9% - Die Anwendung ist 8 Stunden, 45 Minuten, 36 Sekunden nicht verfügbar
99.99% - Die Anwendung ist 52 Minuten und 33 Sekunden nicht verfügbar
99.999% - Die Anwendung ist 5 Minuten und 15 Sekunden nicht verfügbar
99.9999% - Die Anwendung ist 31 Sekunden nicht verfügbar

Dabei ist der Maßstab immer das Kalenderjahr!

Aus meiner Sicht sind Zahlen die eine Verfügbarkeit von mehr als 98,5% suggerieren komplett am Thema vorbei, denn wann immer auch ein Hersteller seine Verfügbarkeit als five-nine bezeichnet (99,999% Verfügbarkeit), so kann das immer nur isoliert für sein einzelnes Gerät gemessen sein. Werden also mehrere von diesen Systemen mit anderen Komponenten, Anwendungen Systemen und Verbindungsmitteln zu einer "Anwendung" verschaltet, so ergeben sich auf einmal ganz andere Verfügbarkeiten, da man die Verfügbarkeiten in Relation zueinander setzen muss um eine Verfügbarkeit zu ermitteln.

Microsoft selber gibt für zum Beispiel Exchange 2007 "In the Enterprise" eine Gesamtverfügbarkeit von maximal 98,5% an, gemessen am Client, denn Verfügbarkeit einer Anwendung kann man objektiv nur dann ermitteln, wenn man das Ganze aus Anwendersicht betrachtet, oder eben als Kunde! Denn der Anwender ruft beim Helpdesk an wenn seine Anwendung nicht funktioniert und eben nicht wenn ein SAN Switch ausgefallen ist.

Zusätzlich gebe ich zu bedenken, dass es in etwa zwölf geplante Ausfallzeitfenster im Jahr pro System gibt (Windows, VMware) oder sogar öfter (Linux Distributionen (Ja in Abhängigkeit zu den Paketen; nicht gleich hauen...), Anwendungen). Dann denken wir mal an SAN Systeme, schon mal ein Firmwareupdate auf einer SAN(-Farm) durchgeführt, man wird sehen die erwarteten Ausfallzeiten schmelzen einem dahin wie Eis in der Frühjahrssonne.