Das will niemand sehen, aber es passiert! Der PSOD schlägt zu und der ESX Server steht, wie einst das gute alte Windows NT 4.0.
Im Gegensatz zu Windows NT damals, tritt der PSOD (Purple Screen Of Death) zum Glück sehr selten beim ESX Server auf, aber wir wollen es nicht verheimlichen, es gibt ihn diesen Albtraum eines Systemadministrators! Leider gibt es einen echten Bug in VMware ESX Sever Version 3.5.x.
Dieser Fehler tritt in folgender Hardwarekonfiguration auf:
DELL PE 29x0 III Server mit PERC/6i S-AS Controller.
Von VMware gibt es dazu keinen Knowledgebase Eintrag, lediglich
ein Eintrag im VMware Forum deutet auf das Problem hin.
Scannt man unter dem VI Client unter Configuration / Hardware / Storage Adapters die HBAs nach neuen VMFS Volumes oder LUNs, so stoppt der ESX Server mit einem PSOD!
Dieser Fehler ist bereits bei VMware bekannt und adressiert. Laut VMware wird dieser Fehler mit dem anstehenden Update 3 für VMware ESX 3.5.0 behoben. Bis dahin gibt es einige obskure Anleitungen in den VMware Communities für dieses Problem, die soweit gehen in Systemdateien des ESX Servers einzugreifen, dass ist unnötig und hilft in Abhängigkeit zur verwendeten BIOS Version der Servr auch überhaupt nicht.
Lösung:Im BIOS der DELL Server ist nach der Basisinstallation der integrierte S-ATA Controller auszuschalten. Dadurch verliere ich zwar den Zugriff auf das lokale CD-ROM Laufwerk (S-ATA seit Version III der PE 29x0 Server), aber dafür kann man im laufenden Betrieb nach neuen SAN LUNs suchen und diese gefahrlos mounten. Diese Lösung funktioniert mit den genannten DELL PE Servern mit den BIOS Versionen 2.1.0, 2.2.6 und 2.3.1.
Alternative:Wer unbedingt auf das integrierte CD-ROM Laufwerk nicht verzichten kann, der muss zur SAN Erweiterung jeden Host einmal neu starten. Beim Systemstart scannt der Server die SAN auf verfügbare / konfigurierte LUNs ab und kann in dieser Prozedur ohne Absturz auch neue LUNs persistent mounten.